Ratgeber · Haare & Kopfhaut

Haarausfall bei Frauen: Die häufigsten Ursachen und was hilft

Bei Frauen sieht Haarausfall anders aus als bei Männern, und er hat oft andere Gründe. Hier findest du die acht häufigsten Ursachen, einen Selbstcheck, die Blutwerte, die wirklich zählen, und was in welcher Reihenfolge hilft.

von Growly RatgeberStand: 25.09.2026ca. 13 Min. Lesezeit

Frau sitzt im Café und streicht sich die Haare hinter das Ohr, von draußen durch die Fensterscheibe fotografiert
Viele Frauen merken die Veränderung zuerst am Zopf oder am Scheitel, nicht an einer kahlen Stelle.Symbolbild, mit KI erstellt

Haarausfall gilt als Männerthema. Das ist der Grund, warum viele Frauen lange damit allein bleiben. Tatsächlich ist er häufig, er nimmt mit dem Alter zu, und er hat bei Frauen ein eigenes Muster. Die gute Nachricht: Ein großer Teil der Ursachen ist behandelbar, wenn man die richtige findet. Genau dabei hilft dir diese Seite.

Das Wichtigste in Kürze

  • In einer Studie mit 377 Frauen hatten 6 von 100 unter 50 Jahren einen erblich bedingten Haarausfall. Ab 70 Jahren waren es 38 von 100.
  • Typisch bei Frauen ist ein breiter werdender Scheitel. Die Haarlinie an der Stirn bleibt meistens stehen.
  • Die häufigsten Ursachen sind die Veranlagung, ein diffuser Haarausfall nach einem Auslöser, die Schilddrüse, Eisenmangel und hormonelle Störungen.
  • Eisen auf Verdacht einzunehmen bringt nichts. Erst messen lassen, dann entscheiden.
  • Jede Behandlung braucht mindestens sechs Monate, weil der Haarzyklus so langsam ist.

Wie häufig Haarausfall bei Frauen ist

Die Zahlen dazu gingen lange weit auseinander. Eine britische Studie hat deshalb einen klugen Weg gewählt: Sie hat Frauen untersucht, die aus einem völlig anderen Grund in der Hautarztpraxis waren.

Wie oft Frauen betroffen sind (2001)

  • Wer: 377 Frauen zwischen 18 und 99 Jahren, die wegen anderer Beschwerden in eine Hautarztpraxis kamen und nicht wegen ihrer Haare. Bei allen wurde die Haardichte mit einem Foto-Verfahren gemessen und an je 50 Haaren die Dicke bestimmt.
  • Ergebnis: Bei den Frauen unter 50 Jahren hatten 6 % einen erblich bedingten Haarausfall. Ab 70 Jahren waren es 38 %. Die Haardichte lag im Schnitt bei 293 Haaren pro Quadratzentimeter im Alter von 35 Jahren und bei 211 Haaren im Alter von 70 Jahren.
  • Aber: Die Frauen kamen alle aus einer einzigen Klinik in Großbritannien. „Diagnose vorhanden“ heißt außerdem nicht, dass es die Betroffene gestört hat.

Zwei Dinge lassen sich daraus mitnehmen. Erstens: Du bist damit nicht allein, auch wenn niemand im Freundeskreis darüber spricht. Zweitens: Ein Rückgang der Haardichte gehört zum Älterwerden. Von etwa 290 auf 210 Haare pro Quadratzentimeter ist ein Verlust von rund einem Viertel, und das passiert bei vielen Frauen ohne jede Krankheit.

Das Muster bei Frauen

Bei Männern weicht meist der Haaransatz zurück, und am Wirbel entsteht eine kahle Stelle. Bei Frauen läuft es anders.

  • Der Scheitel wird breiter. Das ist das erste und wichtigste Zeichen. Die Haare am Oberkopf werden feiner und weniger, der helle Streifen im Scheitel wird breiter.
  • Die Haarlinie an der Stirn bleibt. Meistens steht dort noch ein schmaler Streifen Haar. Deshalb fällt es von vorne lange nicht auf.
  • Der Zopf wird dünner. Viele merken es an diesem Punkt zuerst, lange bevor man im Spiegel etwas sieht.
  • Es geht langsam. Über Jahre, nicht über Wochen. Wenn es schnell geht, steckt meistens eine andere Ursache dahinter.

Fachleute teilen den Verlauf in fünf Stufen ein, von „kein sichtbarer Verlust“ bis „stark“. Für dich zu Hause reicht eine einfachere Frage: Ist der Scheitel heute breiter als auf einem Foto von vor zwei Jahren?

In eigener Sache: Wir stellen selbst ein Rosmarin Haaröl für die Kopfhaut her. Es ersetzt keine Abklärung der Ursache und kommt erst danach dazu. Zum Haaröl

Die acht häufigsten Ursachen

Oft kommen zwei Ursachen zusammen, zum Beispiel eine Veranlagung und eine anstrengende Lebensphase. Deshalb lohnt es sich, die Liste ganz durchzugehen.

  • Erbliche Veranlagung. Die häufigste Ursache. Die Haarwurzeln am Oberkopf reagieren empfindlich auf männliche Hormone, die jede Frau in kleinen Mengen hat. Jedes neue Haar wird etwas feiner als das davor.
  • Diffuser Haarausfall nach einem Auslöser. Eine Geburt, eine Operation, hohes Fieber, eine strenge Diät, das Absetzen der Pille oder eine sehr belastende Zeit. Zwei bis drei Monate später gehen viele Haare gleichzeitig aus. Danach füllt sich das Haar über sechs bis neun Monate wieder auf.
  • Die Schilddrüse. Arbeitet sie zu langsam oder zu schnell, wird das Haar am ganzen Kopf dünner. Dazu kommen oft Müdigkeit, Frieren oder Gewichtsveränderungen.
  • Eisenmangel. Kann eine Rolle spielen, ist aber seltener die Ursache als gedacht. Dazu gleich die Zahlen.
  • Hormonelle Störungen. Am bekanntesten ist das Syndrom der polyzystischen Ovarien. Typisch sind unregelmäßige Zyklen, Akne und verstärkter Haarwuchs im Gesicht.
  • Zug am Haar. Straffe Zöpfe, Dutts und Extensions ziehen täglich am Ansatz. Zuerst verschwinden die Haare an den Schläfen.
  • Kreisrunder Haarausfall. Runde, klar begrenzte kahle Stellen, die innerhalb von Wochen entstehen. Dahinter steckt eine Reaktion des Immunsystems. Das gehört zeitnah in eine Hautarztpraxis.
  • Vernarbende Formen. Selten, aber wichtig. Der Haaransatz weicht wie ein gleichmäßiges Band zurück, die Haut dort wirkt glatt und glänzend, und oft werden die Augenbrauen weniger. Hier zählt jede Woche, weil vernarbte Haarwurzeln nicht zurückkommen.
Einige ausgefallene Haare liegen im Sieb eines weißen Waschbeckens
Ein paar Haare beim Waschen sind normal. Auf den Verlauf über Monate kommt es an.Symbolbild, mit KI erstellt

Selbstcheck: diffus oder Muster?

Die wichtigste Unterscheidung ist die zwischen „überall weniger“ und „oben weniger“. Sie führt in zwei verschiedene Richtungen.

Spricht für diffus

  • Es ging plötzlich los, innerhalb von Wochen
  • Das Haar wird am ganzen Kopf weniger
  • Vor zwei bis drei Monaten war etwas Besonderes
  • Die Haare vom Scheitel und vom Hinterkopf sind gleich dick

Spricht für das Muster

  • Es geht langsam, über Jahre
  • Der Scheitel wird breiter, der Hinterkopf bleibt dicht
  • In der Familie haben Mutter oder Vater dünneres Haar
  • Die Haare vom Scheitel sind feiner als die vom Hinterkopf

Der einfachste Beweis ist ein Foto. Mach eine Aufnahme vom Scheitel, immer am gleichen Ort, zur gleichen Tageszeit und mit dem gleichen Abstand. Dann alle drei Monate erneut. Dein Auge vergleicht immer nur mit gestern, ein Foto vergleicht mit dem letzten Quartal.

Schilddrüse, Eisen und Hormone

„Lass mal Eisen nehmen“ ist der häufigste Rat im Netz. Eine große Studie an einer Universitätsklinik hat geprüft, ob das stimmt.

Wie oft Eisenmangel wirklich dahintersteckt (2010)

  • Wer: 381 Frauen mit erblich bedingtem oder diffusem Haarausfall und 76 Frauen ohne Haarprobleme als Vergleichsgruppe. Bei allen wurden Ferritin und Hämoglobin gemessen.
  • Ergebnis: Ein Eisenmangel war bei den Frauen mit Haarausfall nicht häufiger. Vor den Wechseljahren hatten 12 von 100 Frauen mit erblichem Haarausfall einen Mangel. In der Vergleichsgruppe ohne Haarprobleme waren es 30 von 100.
  • Aber: Das heißt nicht, dass Eisen keine Rolle spielt. Es heißt, dass ein Mangel nicht automatisch die Erklärung ist. Ein echter Mangel gehört behandelt, auf Verdacht schlucken nicht.

Bei der Schilddrüse ist der Zusammenhang klarer. Eine Auswertung von 2023 nennt für den diffusen Haarausfall auffällige Schilddrüsenwerte bei 5,7 bis 17 von 100 Betroffenen. Bei der vernarbenden Form an der Stirn liegt der Anteil noch höher.

Zum Syndrom der polyzystischen Ovarien gibt es eine Zahl aus einer Spezialsprechstunde in den USA. Von 254 betroffenen Frauen hatten 56 einen Haarausfall nach dem männlichen Muster, das sind 22 %. Fast alle von ihnen hatten zusätzlich Akne oder verstärkten Haarwuchs im Gesicht. Bei den Hormonwerten im Blut fand sich dagegen kein Unterschied zu den Frauen ohne Haarausfall.

  • Immer sinnvoll: Blutbild, Ferritin, TSH.
  • Bei unregelmäßigem Zyklus, Akne oder Haarwuchs im Gesicht: zusätzlich die männlichen Hormone.
  • Bei Müdigkeit und Frieren: die Schilddrüse genauer anschauen lassen.
  • Nur bei Verdacht: Vitamin D und Zink. Ein Präparat auf Verdacht ersetzt keine Messung.

Wann du zum Arzt solltest

Bei diesen Zeichen mach bitte zeitnah einen Termin in einer Hautarztpraxis.

  • Es entstehen runde, klar begrenzte kahle Stellen innerhalb von Wochen.
  • Der Haaransatz weicht wie ein gleichmäßiges Band zurück und die Haut dort ist glatt, glänzend und blass.
  • Deine Augenbrauen werden weniger oder fehlen an den äußeren Enden.
  • Die Kopfhaut brennt, juckt, spannt, schuppt oder ist gerötet.
  • Der verstärkte Haarverlust hält länger als sechs Monate an.
  • Du hast zusätzlich unregelmäßige Zyklen, Akne, eine tiefere Stimme oder verstärkten Haarwuchs im Gesicht.
  • Du bist sehr müde, frierst leicht oder hast ohne Grund Gewicht verloren oder zugenommen.

Was in der Praxis passiert

Viele schieben den Termin auf, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Der Ablauf ist unkompliziert und dauert meist eine halbe Stunde.

  1. Gespräch. Wann hat es angefangen, wie schnell, was war davor, welche Medikamente nimmst du, wie ist es in der Familie, wie sieht dein Zyklus aus.
  2. Blick auf die Kopfhaut. Mit einer Lupenkamera werden Scheitel und Hinterkopf verglichen. Sind die Haare vorne feiner als hinten, passt das zum Muster.
  3. Zugtest. An mehreren Stellen wird sanft an etwa 60 Haaren gezogen. Lösen sich mehr als ein paar, spricht das für einen aktiven Verlust.
  4. Blut. Blutbild, Ferritin, TSH, bei Bedarf die männlichen Hormone.
  5. Selten eine Gewebeprobe. Nur wenn eine vernarbende Form im Raum steht. Dabei wird in örtlicher Betäubung ein kleines Stück Kopfhaut entnommen.

Nimm Fotos mit, am besten eines von vor ein bis zwei Jahren und eines von heute. Das ist oft die wertvollste Information im ganzen Termin.

Der Teil, den du selbst machst

Unser Rosmarin Haaröl ist fertig verdünnt und kommt mit Pipette und Applikator genau dorthin, wo es wirken soll: an den Scheitel. Das dauert etwa 30 Sekunden am Abend.

Zum 30-Sekunden-Ritual

Was hilft, in der richtigen Reihenfolge

Die Reihenfolge ist wichtiger als das einzelne Mittel. Wer mit Schritt drei anfängt, verliert Monate.

Erstens: die Ursache abstellen

Wenn ein Auslöser dahintersteckt, ist das der größte Hebel. Ein echter Eisenmangel wird behandelt, eine Schilddrüse eingestellt, eine strenge Diät beendet, ein straffer Zopf gelockert. Ohne diesen Schritt arbeitet jedes Mittel gegen den Wind.

Zweitens: die Behandlung aus der Apotheke

Für Frauen mit erblich bedingtem Haarausfall gibt es Minoxidil als Lösung oder Schaum ohne Rezept. Eine große Übersicht hat 47 Studien mit 5.290 Frauen zusammengefasst. Ergebnis: Mit Minoxidil hatten etwa doppelt so viele Frauen ein mindestens mäßiges Nachwachsen wie mit einem Mittel ohne Wirkstoff. Auch die Zahl der Haare pro Quadratzentimeter stieg. Die 5-prozentige Stärke war dabei nicht besser als die 2-prozentige. Nebenwirkungen waren meist mild, etwa Juckreiz oder Haarwuchs an Stellen, wo man ihn nicht will. Die Qualität der Studien war mäßig bis niedrig. Wichtig: Minoxidil muss dauerhaft angewendet werden.

Drittens: die Kopfhaut pflegen

Am Haar selbst lässt sich nichts reparieren, denn es ist nicht mehr lebendig. Alles, was das Haar kräftiger machen soll, muss an die Kopfhaut. Rosmarinöl ist dort das am besten untersuchte pflanzliche Mittel. In einer Studie über sechs Monate stieg die Zahl der Haare mit Rosmarinöl ähnlich stark wie mit Minoxidil in der 2-prozentigen Stärke. Nach drei Monaten war in beiden Gruppen noch nichts messbar.

Braunglasflasche mit Pipette auf einem Nachttisch neben einer Leselampe
Ein festes Ritual am Abend ist leichter durchzuhalten als eine Anwendung ohne fixe Zeit.Symbolbild, mit KI erstellt

Viertens: die Optik

Das wirkt sofort und kostet fast nichts.

  • Ansatzpuder in deiner Haarfarbe färbt die helle Kopfhaut dunkler und nimmt dem Scheitel die Aufmerksamkeit.
  • Den Scheitel ab und zu wechseln oder im Zickzack legen. Das stellt den Ansatz auf.
  • Matte Textur statt Glanz. Glänzendes Haar spiegelt und lässt die Kopfhaut stärker durchscheinen.
  • Ein Schnitt mit wenigen Stufen und etwas Länge über der Schulter wirkt am Ansatz voller als sehr lange, schwere Haare.
  • Locker binden statt straff. Das ist gleichzeitig die einfachste Vorsorge.

Wie lange es dauert

Der Haarzyklus ist langsam, und daran lässt sich nichts beschleunigen. Ein Haar wächst etwa einen Zentimeter im Monat. Ein Haar, das heute in die Ruhephase geht, fällt erst in etwa drei Monaten aus.

  • Erste 4 Wochen: nichts zu sehen. Bei manchen gehen anfangs sogar mehr Haare aus, weil neue nachdrücken.
  • Nach 3 Monaten: In den Studien war zu diesem Zeitpunkt noch nichts messbar. Wer jetzt aufhört, hört zu früh auf.
  • Nach 6 Monaten: der erste sinnvolle Vergleichszeitpunkt. Hier wurden in den Studien die Ergebnisse gemessen.
  • Nach 12 Monaten: Jetzt zeigt sich, ob es hält. Bei einem diffusen Verlauf ist das Haar meistens wieder so dicht wie vorher.

Bei Frauen entscheidet fast immer die Ursache und nicht das Mittel. Erst klären, dann behandeln, dann geduldig pflegen.

Growly Rosmarin Haaröl in brauner Glasflasche mit Pipette und Kopfhaut-Applikator

In eigener Sache

Growly Rosmarin Haaröl

Unser Haaröl ist fertig verdünnt und arbeitet mit drei Wirkstoffen, die sich ergänzen: Rosmarin, Koffein und Zwiebelextrakt. Dazu kommen zwölf weitere abgestimmte Inhaltsstoffe. Eine Pipette am Abend reicht, mit dem Applikator kommst du gezielt an den Scheitel, der bei Frauen zuerst breiter wird. Für sichtbar volleres und kräftigeres Haar bei dünner werdendem Haar.

Im 3er-Set rund 44 Cent am Tag · ohne Sulfate und Silikone · bis zu 180 Tage Geld-zurück-Garantie

Zum Haaröl

Häufige Fragen

Was ist die häufigste Ursache für Haarausfall bei Frauen?

Die erbliche Veranlagung. In einer Studie mit 377 Frauen hatten 6 von 100 unter 50 Jahren diese Form, ab 70 Jahren waren es 38 von 100. Typisch ist ein breiter werdender Scheitel bei gleichbleibender Haarlinie an der Stirn.

Wie erkenne ich, ob mein Haarausfall hormonell ist?

Ein Hinweis ist der Verlauf: Bei der Veranlagung geht es langsam über Jahre und der Scheitel wird breiter, während der Hinterkopf dicht bleibt. Kommen unregelmäßige Zyklen, Akne oder verstärkter Haarwuchs im Gesicht dazu, sollten die männlichen Hormone im Blut geprüft werden.

Welche Blutwerte sollte ich prüfen lassen?

Sinnvoll sind immer Blutbild, Ferritin und TSH für die Schilddrüse. Bei unregelmäßigem Zyklus oder Akne zusätzlich die männlichen Hormone. Vitamin D und Zink nur bei Verdacht. Erst messen lassen, dann entscheiden.

Hilft Eisen gegen Haarausfall?

Nur bei einem echten Mangel. In einer Studie mit 457 Frauen war ein Eisenmangel bei den Frauen mit Haarausfall nicht häufiger als bei den Frauen ohne. Vor den Wechseljahren hatten sogar 30 von 100 Frauen ohne Haarprobleme einen Mangel, gegenüber 12 von 100 mit erblichem Haarausfall.

Wachsen die Haare bei Frauen wieder nach?

Das hängt von der Ursache ab. Nach einem Auslöser wie einer Geburt oder einer Diät füllt sich das Haar meist innerhalb von sechs bis neun Monaten wieder auf. Bei der Veranlagung lässt sich der Verlauf bremsen, die ursprüngliche Dichte kommt selten ganz zurück. Vernarbte Stellen wachsen nicht mehr zu.

Wie viele Haare am Tag sind bei Frauen normal?

50 bis 100 Haare am Tag. Nach einem Auslöser können es einige Monate lang deutlich mehr sein. Wichtig ist, dass das Haar gleichmäßig weniger wird und keine kahlen Stellen entstehen.

Was hilft bei Haarausfall bei Frauen wirklich?

In dieser Reihenfolge: die Ursache abstellen, dann Minoxidil bei erblicher Veranlagung, dann die Kopfhautpflege, dann die Optik. Für Minoxidil hat eine Übersicht 47 Studien mit 5.290 Frauen zusammengefasst: etwa doppelt so viele Frauen hatten ein mindestens mäßiges Nachwachsen wie mit einem Mittel ohne Wirkstoff.

Kann Stress Haarausfall auslösen?

Ja, aber mit Verzögerung. Eine sehr belastende Phase schickt viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase, und sie fallen etwa zwei bis drei Monate später aus. Deshalb lohnt der Blick zurück: Was war vor zwei bis drei Monaten?

Wie lange dauert es, bis eine Behandlung wirkt?

Mindestens sechs Monate. Ein Haar wächst etwa einen Zentimeter im Monat, und ein Haar, das heute in die Ruhephase geht, fällt erst in drei Monaten aus. In den Studien war nach drei Monaten noch nichts messbar.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Zeitnah bei runden kahlen Stellen, bei brennender oder juckender Kopfhaut, bei einem bandförmig zurückweichenden Haaransatz und wenn die Augenbrauen weniger werden. Außerdem, wenn der verstärkte Verlust länger als sechs Monate anhält oder Beschwerden wie Müdigkeit und Zyklusveränderungen dazukommen.

Quellen

  1. Birch M.P., Messenger J.F., Messenger A.G. (2001): Hair density, hair diameter and the prevalence of female pattern hair loss. British Journal of Dermatology 144(2):297–304. PubMed-Nr. 11251562
  2. Olsen E.A. et al. (2010): Iron deficiency in female pattern hair loss, chronic telogen effluvium, and control groups. Journal of the American Academy of Dermatology 63(6):991–999. PubMed-Nr. 20947203
  3. Popa A. et al. (2023): Study of the Thyroid Profile of Patients with Alopecia. Journal of Clinical Medicine 12(3):1115. PubMed-Nr. 36769763
  4. Quinn M. et al. (2014): Prevalence of androgenic alopecia in patients with polycystic ovary syndrome. Fertility and Sterility 101(4):1129–1134. PubMed-Nr. 24534277
  5. van Zuuren E.J., Fedorowicz Z., Schoones J. (2016): Interventions for female pattern hair loss. Cochrane Database of Systematic Reviews 2016(5):CD007628
  6. Rakowska A. et al. (2009): Dermoscopy in female androgenic alopecia: method standardization and diagnostic criteria. International Journal of Trichology 1(2):123–130. PubMed-Nr. 20927234
  7. Panahi Y. et al. (2015): Rosemary oil vs minoxidil 2% for the treatment of androgenetic alopecia: a randomized comparative trial. SKINmed 13(1):15–21. PubMed-Nr. 25842469
  8. American Academy of Dermatology: Do you have hair loss or hair shedding?, abgerufen am 25.09.2026

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Growly ist ein Kosmetikprodukt zur Pflege von Kopfhaut und Haar. Bei anhaltendem oder plötzlichem Haarverlust wende dich bitte an eine Hautärztin oder einen Hautarzt.